Visible Feedback - Über Unterricht miteinander sprechen

 

Historie

Wie hat sich das Projekt entwickelt?
Seit längerer Zeit befinden wir uns als Gesamtkollegium in der Diskussion mit Herrn Prof. Dr. Wolfgang Mauch, der ja bekanntlich Mitglied unseres Elternbeirates ist, wie die Kultur des Feedbacks der TU München auf unser Gymnasium übertragen werden kann. Wir freuen uns sehr, dass von Anfang an unser Kollegium als kongenialer Partner diesem Ansatz ausgesprochen aufgeschlossen gegenübergetreten ist. Sehr unterstützt wurde von Anfang an unser Anliegen von Herrn Direktor Peter Kosak, dem Leiter des Schulwerks der Diözese Augsburg. Ähnlich wie bei uns wurde auch am Marien-Gymnasium in Kaufbeuren gedacht. So war es naheliegend, dass sich vor etwa einem Jahr die beiden Gymnasien bezüglich der Projektentwicklung zusammengeschlossen haben. Von Seiten des Schulwerks der Diözese Augsburg lag und liegt die Projektleitung in den Händen des Schulleiters des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums, formal und inhaltlich massiv unterstützt durch Herrn Oberstudiendirektor i. K. Andreas Merz, den Schulleiter des Marien-Gymnasiums Kaufbeuren, Herrn Martin Hagen, Elternbeirat am Marien-Gymnasium und Inhaber von Hauser Consulting in Augsburg, sowie vor allem auch von Herrn Prof. Dr. Wolfgang Mauch als Elternbeirat unserer Schule. 
Damit aber nicht genug. Unser gemeinsames Projekt hat Interesse bei Frau Direktorin Dr. Karin Oechslein, der Direktorin des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB), sowie vor allem auch bei Herrn Prof. Dr. Klaus Zierer, dem Inhaber des Lehrstuhls für Schulpädagogik an der Universität Augsburg, gefunden. Herr Prof. Dr. Zierer wird das Projekt wissenschaftlich begleiten. Über eine entsprechende Presseerklärung von Seiten des Schulwerks der Diözese Augsburg sind die Medien am 14.02.2017 über das Projekt unterrichtet worden. 
In die Vorbereitung einbezogen waren vor allem aber auch die Schülersprecherinnen und Schülersprecher der beiden Gymnasien. Zum einen entstammt der Brief an die Schülerinnen und Schüler sowie der Image-Film, von dem im weiteren Verlauf noch die Rede sein wird, der Feder der Schülerprecherinnen und Schülersprecher zusammen mit Moritz Lang (Q 11).

 

Am 22. März 2017 wurde das Projekt im Rahmen der Schulleitertagung des Schulwerks der Diözese Augsburg diesem Kreis vorgestellt. 

Hier finden Sie die entsprechende Präsentation als .pdf.

Ziele

Welche Ziele werden damit verfolgt?
Wissenschaftlich eingebunden ist das Projekt in das „Visible Learning, Lernen sichtbar machen“ (vgl. John Hattie: Lernen sichtbar machen für Lehrpersonen. Überarbeitete deutschsprachige Ausgabe von "Visible Learning For Teachers" von Wolfgang Bewyl und Klaus Zierer. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren GmbH. 2. korrigierte Auflage 2016). Damit ist eines der Ziele des Projektes klar definiert: Wir sprechen über Unterricht mit unseren Schülerinnen und Schüler, unsere Schülerinnen und Schüler sprechen über ihre Darbietungen, um sich gegenseitig durch eine Kritik des guten Miteinanders zu fordern und zu fördern.  Damit stärken wir die Gesprächskultur zwischen Lehrkräften und Schülern, die ja traditionell bei uns schon ohnehin gut ist, aber auch zwischen den Schülerinnen und Schülern untereinander. Mögen unsere Lehrkräfte auch noch so gut sein, es geht uns im Sinne unseres Qualitätsmanagements darum, unsere Kolleginnen und Kollegen in den Bereichen, wo sie entsprechend der Tradition unserer Schulen schon stark sind, noch zu stärken und Hilfestellung im Sinne eines fachlichen oder die Persönlichkeit stärkenden Coachings zu bieten. Auf keinen Fall geht es um Bewertung.

Ablauf

Wie ist der Ablauf?

  1. Das Lehrerfeedback, zu dem eine Klasse/Gruppe aufgefordert wird, ist für alle Lehrkräfte verpflichtend.
  2. Die Lehrkraft darf selbst eine Klasse/Gruppe angeben, die befragt wird.
  3. In KW 11/12, also in der Zeit vom 13. bis 24. März 2017, wird die Befragung durchgeführt.
  4. Im Internet findet sich ein entsprechender Fragebogen, der von den vier oben genannten Personen erstellt wurde. 
  5. Zur Verfügung gestellt wird der Fragebogen durch EvaSys, ein automatisiertes Auswertesystem für Fragebögen, das von vielen deutschen Universitäten und nicht nur von diesen genutzt wird.
  6. Die Eingabe erfolgt entweder über die Rechner in den Computerräumen der Schule oder über Smartphones. Jeder Schülerin/jedem Schüler steht dazu ein eigener Code zur Verfügung.
  7. Die Lehrkraft bucht den Computerraum, geht mit ihrer Klasse/Gruppe dorthin, zeigt den von den Schülersprecherinnen und Schülersprechern gedrehten Imagefilm. Die TAN-Codes werden an die Schülerinnen und Schüler verteilt. Der Fragebogen wird individuell ausgefüllt.
  8. Die jeweilige Auswertung ist in unserer Schule ausschließlich Herrn Joachim Hanke bekannt, der die Aufgabe hat, das jeweilige Ergebnis auszudrucken und in einem verschlossenen Umschlag der jeweiligen Lehrkraft zu übergeben. 
  9. Mit Herrn Hanke wurde von Seiten des Schulwerks der Diözese Augsburg eine Datenschutzvereinbarung abgeschlossen, die ihn zur absoluten Verschwiegenheit gegenüber jedermann, insbesondere vor allem auch gegenüber der beurteilenden Schulleitung verpflichtet.
  10. Die zentrale Administration erfolgt durch das Schulwerk der Diözese Augsburg. Der jeweilige Schulleiter kennt das Ergebnis nicht, da dieses nicht das Erstellen einer dienstlichen Beurteilung beeinflussen soll. Sehr wohl kennt aber das Ergebnis der Administrator im Schulwerk der Diözese Augsburg. Er organisiert das für die Lehrkräfte angedachte Coaching durch eine vom Schulwerk der Diözese Augsburg beauftragte Person. Diese sucht das Gespräch mit den Lehrkräften. 
  11. Voraussichtlich im März 2018 erfolgt eine erneute Abfrage anhand des Fragebogens.
  12. Es versteht sich von selbst, dass die Befragung anonym erfolgt und die Richtlinien des Datenschutzes gewahrt sind.

Partner

Wer sind die Partner des Projekts?