01. Dez

Propeller im Schulhof

1971 erreichte das Lufttransportgeschwader (LTG) 61 mit der Einführung der Transall seinen endgültigen Standort, den Fliegerhorst Landsberg in der Gemeinde Penzing. Die Transall ist ein Transportfugzeug für den Mittelstreckenbetrieb. Sie ist für Start und Landung auf kurzen und unbefestigten Pisten ausgelegt. Ihr Einsatzbereich erstreckt sich von Lasten-, Personen- und Verwundetentransport. Weiterhin wird sie zum Absetzen von Personal und Material verwendet.

Es handelt sich um einen in Ganzmetall gebauten frei tragenden Schulterdecker mit Einziehfahrwerk und einem einfachen Leitwerk konventioneller Bauweise. Angetrieben durch zwei Propellerturbinen mit je 5600 PS des Typs Rolls Royce Tyne 20 MK 22. Jedes Triebwerk ist mit einem Vierblattpropeller mit konstanter Drehzahlhaltung ausgerüstet.

Durch die Verstellung der Propellerblätter erstreckt sich der Verstellbereich von Segelstellung (bei im Flug abgestelltem Triebwerk zur Reduzierung des Luftwiderstands), Flug- und Bodenbereich bis zu Reversion. Mit über fünf Metern Durchmesser zählt der Propeller der Transall zu einem der Größten. Mit ca. 200 kg je Propellerblatt bringt der Propeller ca. 1000 kg auf die Waage. Bei Startdrehzahl des Triebwerks von 15.250 Umdrehungen wird der Propeller über ein Planetengetriebe auf ca. 900 Umdrehungen untersetzt.

Viele Anflüge der Transall führten sie über Sankt Ottilien in ihre Heimat nach Penzing. Dieses Luftschraubenblatt, das viele Teile der Erde bereist hat, soll an die gute Nachbarschaft Sankt Ottiliens und dem LTG 61 erinnern. Im Dezember 2017 wurde das LTG 61 nach 60 Jahren außer Dienst gestellt.